Label: TRISOL

EXFEIND Exfeind Zwei Punkt Null CD 2020 (VÖ 13.03)

Art.Nr.: 43535

Label: TRISOL

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Artikel ist lieferbar ab 13.03.2020



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Produktbeschreibung

EXFEIND

Title:

Exfeind Zwei Punkt Null

Format: CD
Year: 13.03.2020
Label: Trisol
Tracklist:         01 Wie ein Boss 
02 Tief in der Nacht 
03 Keyboardkrieger 
04 Unleash me 
05 Viel zu spät
06 Auch ohne dich 
07 Exzess 
08 In Dunkelheit vereint 
09 Sternenmeer 
10 Graue Sonne
Info:

Man sagt ja ganz gern, der Mensch sei dem Menschen ein Wolf. Homo homini lupus. Ist aber alles Quatsch: Ein Wolf könnte uns niemals das antun, was wir tagtäglich mit unserer eigenen Spezies anstellen. Viel eher müsste es also heißen: Der Mensch ist dem Menschen ein Mensch. Homo homini homo. Wir selbst sind es, die sich gegenseitig zerfleischen, anfeinden, ausgrenzen und fertig machen, ein Teufelskreis, aus dem es anscheinend kein Entrinnen gibt. Nicht schön, vor allem aber nichts Neues für Lian Exfeind, den enigmatischen Künstler hinter der Newcomer-Sensation EXFEIND. Auch auf „Zwei Punkt Null“ nutzt er die Schieflage in uns allen, den Missstand unserer Zeit aus, um daraus hochexplosive, bitterböse und demaskierende Hymnen einer bleischweren neuen Zeit zu schmieden. Und allen Argumenten zum Trotz den Hoffnungsschimmer nie aus den Augen zu verlieren.

Ganz klar: Lieber wäre es ihm, die Welt, in der wir leben, würde ihn nicht dazu zwingen, solche Songs zu erschaffen. Wir zumindest können auf perverse Weise aber sogar froh darüber sein, dass unsere Gesellschaft so krank ist. Anders wäre uns schon sein noch immer nachhallendes Debüt „Exfeind Nummer Eins“ vergönnt geblieben, ein Meisterwerk der Gegensätze, ein Feuerwerk intelligenter deutscher Rock-Musik voller finsterer Abgründe und wispernder Verheißungen. Vor allem aber würden wir jetzt nicht in den Genuss von „Zwei Punkt Null“ kommen, das mit einem verdichteten Sound, massiver Produktion und wichtigen Inhalten den ersten großen Akzent in der deutschsprachigen Rockmusik des Jahres 2020 setzt. Und das Debüt so lässig in die Tasche steckt, dass man sich verwundert die Augen reibt.

Während viele NDH-Kollegen allzu offensichtlich auf das bloße Abkupfern der großen Bands setzen und vom martialischen Auftreten bis zum rollenden „R“ alles möglichst originalgetreu wiedergeben wollen, ging es bei EXFEIND seit Tag eins um Integrität, um einen ganz persönlichen Kampf mit den eigenen Dämonen. Liebe und Hass, Gesellschaft und Religion, Alltag und Umwelt - zwischen persönlichen Themen und universellen Zusammenhängen stellt „Zwei Punkt Null“ Beziehungen und Anknüpfungspunkte her, die uns das Album einerseits wie ein Tagebuch, andererseits wie einen Blick in unseren eigenen Kopf erfahren.

Das, mit Verlaub, ist selten und ein untrügliches Anzeichen von etwas Besonderem. Musikalisch hörbar sozialisiert von stilbildenden Formationen wie OOMPH!, DIE KRUPPS, D.A.F. oder auch EISBRECHER, reiht sich EXFEIND mit seinem druckvollen, originären Sound ganz bewusst nicht ein in die allzu lange Reihe der Epigonen. Er geht mehr noch als auf dem Debüt seinen eigenen Weg ohne seine Wurzeln zu verleugnen, setzt sich seine ganz private Albtraumwelt aus Rock, Electro, Metal und monumentalem Pop zusammen. Natürlich behaupten das immer alle von sich, und das ist auch in Ordnung. Doch bei EXFEIND spürt jeder sofort, dass das hier so viel mehr ist als ein weiteres deutsches Projekt zwischen Electro Rock und NDH.

EXFEIND ist ein Sanktum, eine höchst intime und deswegen so kostbare Rarität in einem von Profanität und Austauschbarkeit beherrschten Genre. EXFEIND ist nicht dazu da, um nebenbei konsumiert zu werden. EXFEIND will beißen, will wehtun, will wachrütteln. Okay, mal will „Zwei Punkt Null“ auch einfach nur dazu anregen, die Welt zu vergessen, zu tanzen, zu trinken, Sex zu haben, zu leben. Dies jedoch nie auf die Kosten künstlerischer Integrität. EXFEIND schämt sich nicht dafür, die Neue Deutsche Härte auch mal ganz weich erklingen zu lassen und den Pop düster und verkommen in einer dunklen Gasse abzumurksen. Darauf muss man gefasst sein. Doch wer das nicht ist, der hat hoffentlich eh längst aufgehört zu lesen. Die Zeit ist gekommen! EXFEIND ex machina.

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